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Historie langfristig erhalten

Analoge Koelnmesse-Fotos finden neue Bleibe im Rheinischen Bildarchiv

Koelnmesse-Negative im Rheinischen BildarchivDas gesamte analoge Bildarchiv der Koelnmesse hat ein neues Zuhause. Die mehr als vier Millionen Negative werden ab sofort im Rheinischen Bildarchiv unter optimalen Bedingungen archiviert und nach und nach der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

„Insbesondere mit Blick auf das 90-jährige Bestehen der Koelnmesse in 2014 ist es wichtig unsere historischen Schätze dauerhaft zu erhalten und für andere nutzbar zu machen“, erklärt Guido Gudat, Leiter  Unternehmenskommunikation der Koelnmesse, „deshalb geben wir die Fotos nun in professionelle Hände.“ Die Aufnahmen dokumentieren die Kölner Messegeschichte seit 1954 lückenlos. Hinzu kommt ein kleiner Bestand von Glasnegativen mit Fotos aus den 1920er und 1930er Jahren. Neben sämtlichen Kölner Messeveranstaltungen zeigen die historischen Bilder auch Luftaufnahmen des Messegeländes, Kölner Stadtansichten und frühe Auslandsreisen von Kölner Politikern und Unternehmen.

Von der Zusammenarbeit profitiert auch das Rheinische Bildarchiv: „Durch die Fotodokumente der Koelnmesse werden unsere bisherigen Schwerpunkte Kunst und Architektur um einen neuen Schwerpunkt – die fotografische Dokumentation des Kölner Handelsgeschehens im Kulturbereich und darüber hinaus – ergänzt“, so Dr. Johanna Gummlich-Wagner, Leiterin des Rheinischen Bildarchivs. Der Gesamtbestand des Rheinischen Bildarchivs wächst durch die Fotos der Koelnmesse von bisher rund 860.000 auf etwa 5.160.000 Aufnahmen an.

Um die Fotos der Öffentlichkeit zum Beispiel für Publikationen, Ausstellungen oder wissenschaftliche Arbeiten zugänglich zu machen, werden alle Kontaktbögen der Negative nun nach und nach digitalisiert und in die Datenbank des Rheinischen Bildarchivs aufgenommen. Nutzer haben dann die Möglichkeit, analoge Abzüge oder digitale Reproduktionen der Koelnmesse-Bilder zu bestellen.

Das Rheinische Bildarchiv sorgt für den langfristigen Erhalt der historischen Fotografien. Sie werden in einem klimatisierten Magazinraum untergebracht, der für das Koelnmesse-Archiv vergrößert wurde. Auf lange Sicht werden außerdem 80 Ordner mit weniger gut erhaltenen Bildern besonders aufwändig archiviert und mit einem speziellen Verfahren eingefroren, um den derzeitigen Zustand zu sichern.

Ein paar Schätze, die nun im Rheinischen Bildarchiv lagern, zeigt die Bildergalerie: