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Rückkehr eines steinernen Zeitzeugen

Die Statue „Herbst“ kehrt nach einer Odyssee durch Köln zurück zur Messe

Oberbürgermeister Jürgen Roters und Messechef Gerald Böse enthüllen die Statue "Herbst"

Heute enthüllten Oberbürgermeister Jürgen Roters und Messechef Gerald Böse die Statue „Herbst“ im Eingang Süd der Koelnmesse. Die Figur des Bildhauers Ernst Altmann stand vor 90 Jahren auf der Balustrade der Nordfassade des ersten Messegeländes in Deutz. Dort war sie eine von 43 Figuren, die das gesamte Messegelände zierten.

Das erste Kölner Messegebäude 1924 mit "Herbst" (2.v.l.)

Sie alle wurden steinerne Zeugen der ersten Messejahren: Sie sahen den Aufschwung des neuen Messeplatzes Köln, den Andrang auf die erste Messe von 1924, sie begrüßten Menschen, deren Namen wir heute nur noch aus dem Geschichtsbuch kennen, darunter der damalige Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer, die Reichspräsidenten Friedrich Ebert und Paul von Hindenburg sowie den Großindustriellen Fritz Thyssen. Doch schon 1927 mussten die steinernen Kolosse aus Kunststein großen Baumaßnahmen anlässlich der bevorstehenden Internationalen Presseausstellung Pressa weichen.

Abbau der Statue "Herbst" im Garten der Bildhauerfamilie

Künstler Ernst Altmann rettete seinen „Herbst“ vor der Zerstörung in sein Atelier in der Kölner Südstadt. Während des Krieges fand das Kunstwerk im Garten des Sohns von Künstler Altmann in Köln Rath seine neue Heimat. Dort nagte der Zahn der Zeit an ihm, bis das Leben des „Herbstes“ vor kurzem eine überraschende Wendung nahm.

Statue "Herbst" im Atelier von Joachim Steinnus

Nachdem der „Herbst“ mehr als 70 Jahre im Garten des Bildhauer-Sohns verbracht hatte, wurde die Koelnmesse auf das Kunstwerk aufmerksam und beschloss, es zurück auf das Messegelände zu holen. Leichter gesagt als getan: Steinmetz Joachim Steinnus hievte den 1.500-Kilo-Koloss mit schwerem Gerät aus dem Garten in sein Atelier. Mit einer professionellen Schönheitskur haucht der Fachmann dem „Herbst“ dort wieder neues Leben ein.

Der Restaurator der Statue, Steinmetz Joachim Steinnus, mit Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse, Oberbürgermeister Jürgen Roters, Rechtsanwalt und Enkel des Messegründers Konrad Adenauer und Herbert Marner, Geschäftsführer der Koelnmesse (v.l.n.r.)

Der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters und Messechef Gerald Böse hießen den letzten steinernen Zeitzeugen der ersten Messe von 1924 jetzt im Eingang Süd willkommen. Oberbürgermeister Jürgen Roters erinnerte an die Erfolgsgeschichte der Koelnmesse, die 1924 unter den Blicken des „Herbstes“ begonnen hatte. Der neue Messeplatz sei damals eine „Sensation“ gewesen. Oberbürgermeister Jürgen Roters würdigte die Verdienste des damaligen Oberbürgermeisters Konrad Adenauer, die Stadt Köln zu einer Messestadt gemacht zu haben: „Nach wie vor steht die Koelnmesse stabil auf dem Fundament, das Adenauer in seinen Kölner Amtsjahren legte.“ Gerald Böse freute sich über die Rückkehr des steinernen Zeitzeugen auf das Messegelände: „Wie vor 90 Jahren wird der ,Herbst‘ künftig wieder unsere Aussteller und Besucher begrüßen, die mittlerweile aus aller Welt zu unseren wichtigen Leitmessen nach Köln kommen.“

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