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Ein Mahnmal gegen das Vergessen

Koelnmesse setzt Mahnmal Messelager in Stand

Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung Koelnmesse GmbH, Dr. Werner Jung, Kölner Historiker und Direktor des NS- Dokumentationszentrums, Dr. Michael Rado, Vorstandsmitglied der Synagogengemeinde Köln

Ausstellungsstände im Stadtgebiet, Führungen für Kölner Bürger über das Messegelände oder die Restauration einer Statue aus der Fassade der ersten Messehalle: In ihrem 2014 hat die Koelnmesse auf vielfältige Weise die Geschichte von 90 Jahren Messen in die Öffentlichkeit getragen. Neben positiven Entwicklungen gab es auch ein sehr ernstes Kapitel, denn die Schrecken der Nazi-Zeit gingen an der Messe nicht vorüber. Zum Jahresende 2014 widmet sich die Koelnmesse dem Tiefpunkt der Geschichte des Messegeländes: dem Kölner Messelager, das die Nationalsozialisten vor 75 Jahren einrichteten.

An die Opfer des Lagers erinnert das Mahnmal Messelager am Kennedy-Ufer in Höhe des ehemaligen Messeturms. Es ist einer Das Mahnmal hat die Form eines Sarkophags. Die Oberfläche ahmt die Architektur der Rheinhallen nachder zentralen Erinnerungsorte für NS-Verbrechen in Köln. Seine Bedeutung zeigt sich vor allem bei den jährlichen Besuchen ehemaliger Häftlinge. Um es in einen würdigen Zustand zu versetzen, wurden unter anderem Backsteine des Mahnmals gereinigt und fehlende Steine ersetzt. Das Mahnmal hat die Form eines Sarkophags, dessen Oberfläche die Architektur der Rheinhallen nachahmt. Die Botschaft ist klar: Für viele Menschen wurde das Kölner Messegelände zum Grab.

Journalisten und Mitarbeiter der Koelnmesse nahmen an der Einweihung des restaurierten Mahnmals am Kennedy-Ufer teil.„Das Lager ist Bestandteil der Historie unseres Geländes. Die Instandsetzung des Mahnmals sehen wir daher als Teil unserer Verantwortung vor der Geschichte,“ betonte Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse GmbH, heute bei der Einweihung des renovierten Mahnmals.

 

 

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