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Nachhaltige Energieversorgung

Koelnmesse nimmt Blockheizkraftwerk und Fernwärmeanschluss in Betrieb

Koelnmesse-Chef Gerald Böse und Dr. Dieter Steinkamp, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG, nehmen das neue Blockheizkraftwerk der Koelnmesse und den Fernwärme-Anschluss offiziell in Betrieb.
Koelnmesse-Chef Gerald Böse und Dr. Dieter Steinkamp, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG, nehmen das neue Blockheizkraftwerk der Koelnmesse und den Fernwärme-Anschluss offiziell in Betrieb.

Drei Monate früher als geplant nimmt die Koelnmesse ihr eigenes Blockheizkraftwerk (BHKW) in Betrieb. „Ab sofort produzieren wir einen Teil unseres Energiebedarfs selber. Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise ist dies eine ökonomisch sinnvolle Investition in die Zukunft“, erklärt Koelnmesse-Chef Gerald Böse. Das neue Kraftwerk deckt den Grundbedarf an Wärme und Strom auf dem gesamten Messegelände. Die darüber hinaus gehende Wärmeversorgung sichert ein Fernwärmeanschluss. „Fernwärme ist ein wichtiger

Großes Medieninteresse bei der Eröffnung des Blockheizkraftwerks und des Fernwärme-Anschlusses
Großes Medieninteresse bei der Eröffnung des Blockheizkraftwerks und des Fernwärme-Anschlusses

Baustein, um den Ausstoß von CO2 und anderer klimaschädlicher Treibhausgase zu reduzieren. Daher freue ich mich, dass die Koelnmesse die Chance ergriffen hat und ihr neues Energiekonzept mit Fernwärme unterstützt“, sagt der Vorstandsvorsitzende der RheinEnergie, Dr. Dieter Steinkamp.

„Unser neues Energiekonzept ist ein wichtiger Schritt in Richtung Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit der Koelnmesse“, schließt sich Gerald Böse an. Der Bau des BHKW verringere gemeinsam mit der Fernwärme-Nutzung den Ausstoß von Kohlendioxid um 3.200 Tonnen im Jahr, betont Gerald Böse. Dies entspricht der CO2-Emission von 2.100 Kleinwagen mit einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 Kilometern.

Insgesamt 3,6 Millionen Euro für Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Das neue Blockheizkraftwerk der Koelnmesse.
Das neue Blockheizkraftwerk der Koelnmesse.

Insgesamt investiert die Koelnmesse in ihr neues Energiekonzept 2,6 Millionen Euro und liegt damit 300.000 Euro unter dem veranschlagten Budget. Zu den Investitionen gehört eine Vielzahl von Maßnahmen zur weiteren Energieoptimierung wie die Installation von LED-Beleuchtung und die Erneuerung der Wärmedämmung der Rohrleitungen. Alleine der Einsatz moderner Pumpen reduziert den Stromverbrauch an dieser Stelle um 60 Prozent. Im Ganzen liegt die jährliche Ersparnis der Energieversorgungskosten bei über 400.000 Euro. Zusätzlich hat die RheinEnergie eine Million Euro in die Fernwärme-Anbindung des Messegeländes investiert.

Eigenproduktion entspricht dem Strombedarf von 1.800 Haushalten

So funktioniert ein Blockheizkraftwerk.
So funktioniert ein Blockheizkraftwerk.

Im BHKW der Koelnmesse treibt ein mit Erdgas befeuerter 16-Zylinder-Motor einen Stromgenerator an und erzeugt nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) Strom und Wärme. Beides wird komplett auf dem Messegelände genutzt, sodass ein sehr hoher Gesamtwirkungsgrad erreicht wird. Die eigenproduzierten rund 6.000 Megawattstunden Wärme entsprechen dem Wärmebedarf von 500 Haushalten. Die weitere Wärmeversorgung der Koelnmesse erfolgt über Fernwärme, welche die RheinEnergie in ihren hochmodernen KWK-Kraftwerken erzeugt, was wiederum den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid vermindert und das Klima entlastet. Auftretende Spitzenlasten und Störungen im Fernwärmenetz fängt ein Gas-Heizkessel auf. Die Stromerzeugung der Anlage liegt ebenfalls bei zirka 6.000 Megawattstunden, die den Grundbedarf des Messegeländes decken – das ist so viel wie etwa 1.800 Drei-Personen-Haushalte jährlich verbrauchen.

Erster Meilenstein im Investitionsprojekt Koelnmesse 3.0 erreicht

Mit der Inbetriebnahme des BHKW hat die Koelnmesse den ersten Meilenstein in ihrem Investitionsprojekt Koelnmesse 3.0 erreicht. Es sieht bis zum Jahr 2030 eine Modernisierung des Messegeländes inklusive einer Optimierung der Verkehrswege und der Besucherlenkung vor. Dabei werden Neubauten wie die Halle 1plus, die CONFEX®-Halle und ein neues zentrales Eingangsterminal der Messe eine neue Struktur und Qualität geben.

1 Kommentar

  1. Martin | |

    Toll, dass ihr nachhaltig handelt und in die ferne Zukunft schaut! Denn gerade das ist ein wichtiger Bestandteil für eine positive Energieversorgung.

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