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Märkte mit viel Potenzial

Interview zu den Chancen des südamerikanischen Messemarktes

ANUTEC Brazil
Die ANUTEC – International FoodTec Brazil ist eine von aktuell sechs Messen in Südamerika der Koelnmesse.

Brasilien und Kolumbien sind in Südamerika aktuell im Fokus der Koelnmesse. Dr. Christian Glasmacher, Mitglied der Geschäftsleitung und Geschäftsbereichsleiter Unternehmensentwicklung, und Denis Steker, Geschäftsbereichsleiter International, erklären warum.

Dr. Christian Glasmacher (Mitglied der Geschäftsleitung und Geschäftsbereichsleiter Unternehmensentwicklung) und Denis Steker (Geschäftsbereichsleiter International) (von links).
Dr. Christian Glasmacher (Mitglied der Geschäftsleitung und Geschäftsbereichsleiter Unternehmensentwicklung) und Denis Steker (Geschäftsbereichsleiter International)

Die Koelnmesse veranstaltet mittlerweile sechs Messen in Südamerika. Nach Brasilien findet im Juni 2016 mit der Alimentec die erste Koelnmesse-Veranstaltung in Kolumbien statt – reicht ein Land für den Anfang nicht?

Steker: Südamerika ist nicht Brasilien und Brasilien ist nicht Südamerika. Der Kontinent ist nicht nur sprachlich, sondern auch wirtschaftlich zweigeteilt: Brasilien und die spanischsprachigen Länder. Es ist deshalb wichtig, in beiden Regionen vertreten zu sein.

Dr. Glasmacher: Kolumbien ist dabei vor allem kein Zufallsprodukt. Im spanischsprachigen Teil sticht Kolumbien durch seine sehr gute geostrategische Lage direkt an der Verbindungsachse zu Mittel- und Nordamerika hervor. Für die Anden- und die Pazifikregion ist es die wichtigste Wirtschaftsmacht. Die wirtschaftlichen Beziehungen zu Peru und Ecuador sind außerdem sehr eng. Vor allem durch die starke Ernährungsbranche bietet uns Kolumbien viel Potenzial.

Aktuell veranstaltet die Koelnmesse insgesamt sechs Messen in Brasilien und Kolumbien.
Aktuell veranstaltet die Koelnmesse insgesamt sechs Messen in Brasilien und Kolumbien.

Ist in Brasilien überhaupt noch ein Stück vom Kuchen für uns übrig?

Dr. Glasmacher: Andere Messegesellschaften waren schon vor uns da, das ist richtig. Es war uns deshalb zunächst wichtig, in dieser bedeutsamen Wirtschaftsregion mit ein bis zwei unserer Kompetenzthemen vertreten zu sein. Das ist uns mit ANUTEC Brazil, UrbanTec Brasil sowie FIT 0/16 und Pueri Expo nun gut gelungen. Darauf können wir aufbauen.

Steker: Allerdings haben sich einige unserer Kollegen in Brasilien auch schon die Finger verbrannt. Wir lassen uns deshalb mit einigen Schritten bewusst etwas mehr Zeit, prüfen lieber einmal zu viel und stürzen uns nicht einfach ins Abenteuer. Die Übernahme des brasilianischen Messeveranstalters Interfeiras hat zum Beispiel von den ersten Gesprächen bis zur Vertragsunterzeichnung zweieinhalb Jahre gedauert. Dafür haben wir jetzt aber auch ein solides Standbein in Brasilien.

Waren wir in Kolumbien schneller?

Steker: Die Koelnmesse hatte lange den Ruf, erst als zweite oder dritte internationale Messegesellschaft in den Markt einzutreten. In Kolumbien waren wir nun einfach schneller als die anderen. Vor allem im Food-Bereich haben wir den Markt durch die Kooperationen mit dem kolumbianischen Messeveranstalter Corferias und seinen Messen Andina-Pack und Alimentec gut besetzt.

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