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Von Digital Natives lernen

Studierende des Messeinstituts stellen ihre Ideen für digitale Services vor

Studierende des Instituts für Messewirtschaft der Universität zu Köln stellen ihre Ideen für neue digitale Services für das Messegeschäft vor.
Studierende des Instituts für Messewirtschaft der Universität zu Köln stellen ihre Ideen für neue digitale Services für das Messegeschäft vor.

Die Studierenden von heute sind die Messekunden von morgen – und Digital Natives noch dazu. Für die weitere digitale Transformation bei der Koelnmesse – ein zentrales strategisches Ziel der kommenden Jahre – können sie wertvolle Impulse geben, um das Messegeschäft der Zukunft mitzugestalten. Im Rahmen der Vorlesungsreihe am Institut für Messewirtschaft der Universität zu Köln, das die Koelnmesse seit 1999 betreibt, bekamen die BWL-Studentinnen und Studenten deshalb die Aufgabe in einem Workshop  in Kleingruppen eine neue digitale Serviceleistung zu entwickeln, die einen Mehrwert für Aussteller, Besucher und/oder Koelnmesse bringt.

Dr. Christian Glasmacher begrüßt die Teilnehmer bei der Koelnmesse.
Dr. Christian Glasmacher begrüßt die Teilnehmer bei der Koelnmesse.

„Für uns ist es eine große Chance die Verbindung zum Messeinstitut und seinen Studierenden auch für unsere unternehmerischen Fragestellungen zu nutzen. Gerade in Bezug auf digitale Themen haben sie teilweise ganz andere Blickwinkel. Der Austausch ist deshalb sehr wertvoll“, erklärt Dr. Christian Glasmacher, der als Geschäftsbereichsleiter Unternehmensentwicklung und Mitglied der Geschäftsleitung sowohl für die Zusammenarbeit mit dem Messeinstitut als auch die Digitalisierung bei der Koelnmesse verantwortlich ist.

Vier der in den Workshops entwickelten Ideen kamen besonders gut an, sodass die Gruppen die Möglichkeit hatten ihre Konzept vor Managementvertretern der Koelnmesse vorzustellen. Neben Dr. Christian Glasmacher ließen sich auch die Bereichsleiter Services und IT sowie Kollegen der neu geschaffenen Organisationseinheit Digital Development an von den Ideen der Studierenden inspirieren. Im Einzelnen waren dies diese Vorschläge:

Odyssolve

Als "Digital Natives" brachten die Studierenden interessante Ansätze für die weitere Entwicklung der Messewirtschaft ein.
Als „Digital Natives“ brachten die Studierenden interessante Ansätze für die weitere Entwicklung der Messewirtschaft ein.

Die App Odyssolve (von Odyssee und dem englischen Verb „to solve“) soll dazu Messebesuchern die nötige Orientierung auf einer Veranstaltung geben. Durch die Ortung über die iBeacon-Technologie lassen sich gelaufene und geplante Routen bequem auf dem Smartphone abrufen, optimale Routen planen und besuchte Stände übersichtlich zusammenfassen. Auch das Senden von Nachrichten sobald ein Besucher einen bestimmten Messestand betritt, wäre denkbar.

Connex

Mit einem eleganten schwarzen Lederarmband mit sBeam-Funktion soll die Kontaktknüpfung und Datenübermittlung während eines Messebesuchs verbessert und beschleunigt werden. Ein Handschlag genügt, um mit dem Gegenüber die wichtigsten Informationen auszutauschen, quasi als digitale Visitenkarte. Auch die Nutzung des Armbands als digitale Geldbörse und Messetasche wären möglich.

Die Koelnmesse-Vertreter aus den Bereichen Unternehmensentwicklung, IT und Services ließen sich von den Ideen inspirieren.
Die Koelnmesse-Vertreter aus den Bereichen Unternehmensentwicklung, IT und Services ließen sich von den Ideen inspirieren.

Audio&Visuals

Ähnlich wie der Audioguide in einem Museum soll die App „Audio&Visuals“ zusätzliche Inhalte zu den Ausstellern und ihren Produkten in visueller und audiovisueller Form liefern. So können sich auch die Besucher weitergehend informieren, die kein intensives Gespräch mit dem Standpersonal führen wollen oder können.

Effizienz-Check

Haben wir unsere Messeziele überhaupt erreicht? Diese zentrale Frage sollte sich jeder Aussteller nach der Messe stellen. Um darauf eine übersichtliche und schnelle Antwort zu finden, stellt der Effizienz-Check alle relevanten Informationen, zum Beispiel zum Budget und zu den Standbesuchern, auf einen Blick in einem Portal zusammen. Die Daten dafür werden mittels einer Messecard gesammelt auf der alle persönlichen Daten des Besuchers gespeichert sind.

Beim anschließenden Austausch zeigte sich, dass jede Gruppe von dem Austausch profitierte: Mit Fragen und Anmerkungen, beispielsweise zu den Möglichkeiten der operativen Umsetzung oder technischen Grenzen, unterzogen die Koelnmesse-Vertreter die Ideen einem Realitätscheck. Die Studierenden gaben auf der anderen Seite Einblicke in die digitale Denkweise der jüngeren Generation.

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