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Jeder Tag ein Abenteuer

Die Betriebstechniker der Koelnmesse geben einen Einblick in ihre Arbeitswelt

Oliver Rist und Thomas Recklebe sind bei der Koelnmesse für die Betriebstechnik zuständig.
Oliver Rist und Thomas Recklebe sind bei der Koelnmesse für die Betriebstechnik zuständig.

Ein toller Ausblick: Im Westen ragen die Domspitzen in den blauen Himmel, im Osten kann man bis ins Bergische schauen. Oliver Rist und sein Kollege Thomas Recklebe aber sehen nicht in die Ferne. Ihre Aufmerksamkeit gilt einer Lüftungsklappe auf dem Flachdach von Halle 7. Sie schließt nicht richtig, hat der elektronische Störungsmanager angezeigt. Ein Fall für die beiden Elektriker.

Die Technischen Mitarbeiter nehmen jeden Tag verschiedenste Wartungsarbeiten vor.
Die Technischen Mitarbeiter nehmen jeden Tag verschiedenste Wartungsarbeiten vor.

Wenn Leuchten dunkel bleiben, eine Rolltreppe nicht mehr fahren will oder ein Wasserhahn streikt, sind die Männer von der Betriebstechnik zur Stelle. 22 sind es, die die technische Infrastruktur der Koelnmesse am Laufen halten. Sieben Elektriker, sieben Installateure, sechs Schlosser sowie Betriebstechnikleiter Ingo Galle und ein kaufmännischer Mitarbeiter, der sich vor allem um Organisatorisches kümmert, bilden das Team. Sie steigen hinab in die Keller, wo riesige Kältemaschinen und Lüftungsgeräte dafür sorgen, dass es in den Messehallen Frischluft gibt und angenehme Temperaturen herrschen. Sie klettern auf die Dächer, um Lüftungsklappen und Blitzableiter zu warten. Auch kleinere technische Umbauten übernehmen sie, zum Beispiel im Presse-Centrum. Vor allem aber erledigen sie täglich Kontroll- und Wartungsarbeiten an wichtigen technischen Einrichtungen wie der Notbeleuchtung, der Rolltoren oder den Notstromaggregaten.

Beleuchtung steuern

Die Elektriker haben es auch in der Hand, dass jeder Messestand die gewünschte Ausleuchtung bekommt. „Aussteller, die ihre eigenen Lampen

Auch auf den Dächern der Messehallen gibt es ab und zu technische Störungen.
Auch auf den Dächern der Messehallen gibt es ab und zu technische Störungen.

mitbringen, brauchen die Strahler der Decke nicht“, sagt Oliver Rist. Daher programmieren die Elektriker vor jeder Veranstaltung am Computer die Beleuchtung gemäß des jeweiligen Plans. „Aber auch während der Messe müssen wir oft noch etwas anpassen“, sagt Thomas Recklebe, der vor einem Jahr zur Koelnmesse kam. Oliver Rist arbeitet seit 15 Jahren bei der Messe, einige Kollegen aus dem Betriebstechnik-Team sind rund 30 Jahre dabei. Das Klima stimmt, die Arbeit macht Spaß. „Man weiß am Morgen nie, was der Tag bringt“, sagt Thomas Recklebe, „das ist klasse!“

Meist sind die Techniker zu zweit unterwegs, je nach Aufgabe auch mit einem Installateur oder Schlosser. Läuft keine Veranstaltung, arbeiten die Männer von etwa 07:00 bis 16:00 Uhr, während der Messen gibt es zusätzlich Spät- und Wochenenddienste. Dann müssen neben den Wartungsarbeiten Reparaturen erledigt werden. Und das möglichst sofort, damit die Veranstaltung reibungslos weiterläuft. Über den elektronischen Störungsmanager der Gebäudeautomation erhalten die Techniker dann per E-Mail oder telefonisch eine Mitteilung, wo etwas nicht funktioniert. Da kann es schon mal stressig werden. „Jeder möchte, dass sein Problem als erstes gelöst wird. Da müssen wir einen kühlen Kopf bewahren“, sagt Oliver Rist. Doch gerade durch diese Momente wird der Job nie langweilig.

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