Menschen » Mehr Sterne

Mehr Sterne

Die Veranstaltungen der Koelnmesse ziehen immer mehr Gäste in die Stadt. Und in die Kölner Hotels. Vor allem im gehobenen Segment fehlt es an Kapazitäten. Wie lässt sich dieses Problem lösen?

NH Hotels Jolly Köln mit dem Kölnturm im Mediapark.

Von einer guten Zusammenarbeit zwischen der Koelnmesse und den Hotels der Stadt profitieren beide Seiten: Die Messegesellschaft zieht mit ihren Veranstaltungen Menschen nach Köln, von denen viele dann auch das hiesige Hotelangebot nutzen. Im Jahr 2016 gingen über 40 Prozent aller Übernachtungen auf Messebesucher zurück.

Dr. Stefan Eckert, Geschäftsbereichsleiter Services

Umgekehrt sind attraktive Unterkünfte in ausreichender Zahl ein weiteres Argument, mit dem die Messe Kunden, aber auch ganze Veranstaltungen nach Köln bringen kann. „Je besser das Angebot der Hotellerie mit der Nachfrage, die wir durch unsere Besucher und Aussteller generieren, zusammenpasst, desto besser ist das also für beide Seiten und auch für den Standort Köln.“, resümiert Dr. Stefan Eckert, Geschäftsbereichsleiter Services. „Das funktioniert im Grunde auch seit vielen Jahren sehr gut. Allerdings gibt es zunehmend Herausforderungen, die wir nur zusammen mit der Stadt meistern können.“

 

Neue Veranstaltungen

Schon jetzt fehlen Hotelkapazitäten, vor allem im 4- und 5-Sterne-Segment. Diese Situation wird sich verschärfen. „Die Koelnmesse wächst ja kräftig weiter, es kommen neue Veranstaltungen wie The Tire Cologne dazu.“, sagt Yvonne Asbeck, Gruppenleiterin Hotel-Reise-Services. „Mit der geplanten Confex®-Halle und der Halle 1plus werden wir zudem mit Kongressen und anderen Events zusätzliche Besucher anziehen. Darunter viele mit gehobenen Ansprüchen an die Hotellerie.“ Für sie stehen in Köln noch deutlich zu wenig passende Unterkünfte zur Verfügung. Wenn sich das nicht ändert, werden die Preise weiter steigen und irgendwann von den Messekunden nicht mehr akzeptiert werden. „Das ist ein Risiko für die Koelnmesse, das Gastgewerbe und die Stadt“, so Dr. Stefan Eckert. „Deshalb suchen wir gemeinsam nach guten Lösungen.“

Yvonne Asbeck, Gruppenleiterin Hotel-Reise-Services

Internationale Marken

Aus Sicht der Koelnmesse sollten deshalb so schnell wie möglich mehr Hotelkapazitäten im gehobenen 4- und 5-Sterne-Bereich im Zentrum und in Messenähe geschaffen werden. Die Ansiedlung von Marken wie Ritz Carlton oder Shangri La, die in asiatischen und arabischen Ländern sowie in Nordamerika hohe Bekanntheit genießen, wäre dabei ein weiteres Plus. Einfach zu erfüllen sind die Wünsche nicht: Der Wettbewerb um die wenigen freien Flächen in Köln ist hart, Wohnraum und Gewerbe haben oft Vorrang vor Hotelbauten. „Die Stadt muss also eine kluge Lösung finden, an der wir intensiv und konstruktiv mitarbeiten werden“, sagt Yvonne Asbeck.

Dass sich die Ansiedlung von Hotels im gehobenen Segment lohnt, zeigt ein Vergleich mit Städten wie Wien oder Paris: Hier ist das entsprechende Angebot groß – und sehr gut nachgefragt.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.