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Aussicht auf Olympia

Karate in Essen, Kanurennen in Duisburg, Fechten in Köln – die private Initiative „Rhein Ruhr Olympic City 2032“ setzt sich seit dem vergangenen Jahr für die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2032 in der Region ein. Als Sponsor unterstützt die Koelnmesse dieses Vorhaben.

Sollte es zur Ausrichtung der Spiele in der Region kommen, käme auch der Koelnmesse nach Planung durch die „Rhein Ruhr Olympic City 2032“ eine entscheidende Rolle zu.

Noch 15 Jahre sind es bis zu den angestrebten Olympischen und Paralympischen Spielen. Planungen und Konzepte der „Rhein Ruhr Olympic City 2032“ greifen bereits jetzt voraus. „80 Prozent der für die Olympischen Spiele notwendigen Sportanlagen wären in der Rhein-Ruhr-Region bereits vorhanden. Somit müssten nur die wenigsten Locations neu gebaut werden“, erläutert Bettina Frias, Director der internationalen Fachmesse für Freiraum, Sport- und Bäderanlagen (FSB).

Bettina Frias, Director der internationalen Fachmesse für Freiraum, Sport- und Bäderanlagen (FSB)

Ins Leben gerufen wurde die Initiative vom Kölner Sport- und Eventmanager Michael Mronz. Unter dem Schirm der FSB unterstützt auch die Koelnmesse das Vorhaben der Initiative. Diese umfasst zum einen die Entwicklung eines Sportstättenkonzepts, zum anderen auch Aspekte wie Mobilität, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Aktuell steht die Initiative noch am Anfang. „Bisher hat sich der Deutsche Olympische Sportbund noch nicht konkret zur Initiative geäußert, die fachliche Prüfung des Ganzen steht noch aus.“ Für Unterstützung sorgen bisher die Sponsoren. „Die FSB als Leitmesse der Branche bietet natürlich die ideale Plattform“, so Frias.

Sollte es zur Ausrichtung der Spiele in der Region kommen, käme auch der Koelnmesse nach Planung durch die „Rhein Ruhr Olympic City 2032“ eine entscheidende Rolle zu: Dank mobilen Tribünen, vielseitigen Beleuchtungskonzepten und unterschiedlicher Bodenbeläge eignen sich auch die Messehallen für die Ausrichtung der Wettkämpfe.

„Aktuell ist die Koelnmesse mit der Sportart Fechten eingeplant. Dies ist allerdings noch nicht endgültig und kann sich im Laufe der Zeit noch einmal ändern. Außerdem können wir in der Veranstaltungsplanung und Hallenbelegung derzeit noch keine Aussage zur Verfügbarkeit in 2032 treffen“, so Frias.

Um nach den Spielen marode gewordene Olympia-Gebäude wie beispielsweise in Brasilien zu verhindern, nimmt das Thema Nachhaltigkeit einen Großteil der Planungen ein. „Das Wichtigste ist, dass das Konzept bei den Menschen ankommt.“ Dazu gehört die post-olympiale Nutzung der eigens für die Spiele zu errichtenden Gebäude bereits im Vorfeld mit zu bedenken. Der Neubau eines Olympischen Dorfs hätte ebenfalls positive Auswirkungen: „Der Wohnungsmangel ist ein altbekanntes Thema. Die Gebäude für die Athleten könnten später für die Anwohner genutzt werden.“ Neue Appartements könnten entstehen, die verbesserte Infrastruktur bliebe nachhaltig in den Städten. Auch der Tourismus würde stark von diesem Sportevent profitieren. Doch bis dahin hat die Initiative noch einige Hürden zu nehmen, weiß Bettina Frias: „Die ‚Rhein Ruhr Olympic City 2032‘ muss noch konkreter werden, damit die Bewerbung der Rhein-Ruhr-Region den Zuschlag des Deutschen Olympischen Sportbunds bekommt. Wann dieser genau erfolgt, ist noch unklar. Da können noch einige Jahre vergehen. Auch das IOC, das Internationale Olympische Komitee, muss erst noch von der Rhein-Ruhr-Region als Austragungsort 2032 überzeugt werden. Es bleibt also spannend!“

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