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Künftige Messe-Experten

Am Institut für Messewirtschaft in Köln können sich Studierende seit 18 Jahren im Themenfeld Messewirtschaft weiterbilden. Eine neue Junior-Professur sorgt seit Anfang des Jahres für noch mehr Know-how-Transfer.

Die Studierenden des Sommersemesters 2016 vor der WiSo-Fakultät in Köln.

Die Messeexperten von morgen – so lassen sich die Nachwuchstalente, die aktuell am Institut für Messewirtschaft der Universität zu Köln studieren, am besten beschreiben. „Die Koelnmesse hat das Institut im Sommer 1999 in Kooperation mit der Universität zu Köln ins Leben gerufen und seitdem zusammen mit dem Institut den Lehrauftrag übernommen“, erklärt Prof. Dr. Franziska Völckner, die Leiterin des Instituts.

„Studierende im Bachelor haben die Möglichkeit, bei uns die Module ‚Strategisches Messemanagement‘ und ‚Operatives Messemanagement‘ zu belegen. Das Institut bietet durch die Kooperation mit der Koelnmesse im Bereich der Lehre einen starken Praxisbezug. Das unterscheidet uns deutlich von anderen Wahlbereichen. Die Studierenden erhalten durch die Vorlesung, die Übung und durch Besuche von Messeveranstaltungen die Möglichkeit, einen Blick ‚hinter die Kulissen‘ zu werfen“, fasst Franziska Völckner zusammen. Seit elf Jahren hält Dr. Christian Glasmacher, Mitglied der Geschäftsleitung und Geschäftsbereichsleiter Unternehmensentwicklung der Koelnmesse die Vorlesung. Unterstützt wird er von renommierten Gastreferenten aus der Messebranche sowie von Kolleginnen und Kollegen der Koelnmesse. Zusätzlich stellt die Koelnmesse durch die Koelnmesse-Stiftung Fördergelder bereit.

Prof. Dr. Franziska Völckner, Leiterin des Instituts für Messewirtschaft. Foto: Lisa Beller

Um das Institut in Lehre und Forschung noch weiter nach vorn zu bringen, gibt es seit Anfang des Jahres eine Neuerung: eine Stiftungsjuniorprofessur. „Seit dem 1. Januar haben wir mit Jun. Prof. Dr. Martin Paul Fritze einen hoch qualifizierten Wissenschaftler in unserem Team, der das Institut persönlich und thematisch bereichern wird,“ lobt Franziska Völckner ihren neuen Kollegen. Denn Martin Paul Fritze bringt zusätzliche Schwerpunkte mit: „Vor allem die Themen Konsumentenverhalten und Dienstleistungsmarketing besetze ich. Bei mir wird es nicht nur Frontalunterricht geben. Die Studierenden sollen ihre eigenen Ideen einbringen, sie diskutieren und hinterfragen“, so der neue Juniorprofessor, der vor seiner jetzigen Stelle seinen Doktor in Marketing an der Universität Rostock absolviert hat.

Theorie- und Praxiswissen

„Mir ist es wichtig, dass es bei der Wissensvermittlung nicht nur um die fachlichen Kompetenzen geht. Die Studierenden sollen bei uns auch konzeptionelle Fähigkeiten entwickeln. Dazu zählen sowohl analytisches Denken zum Lösen von vielschichtigen Problemen als auch kommunikative Fähigkeiten für das Präsentations- und Verhandlungsgeschick. All das brauchen Führungskräfte in der Messewirtschaft.“

Dr. Martin Paul Fritze ist seit Anfang des Jahres Junior-Professor am Institut für Messewirtschaft und besetzt dort die Themen Konsumentenverhalten und Dienstleistungsmarketing. Foto: Lisa Beller

Das findet auch Christian Glasmacher: „Wir haben als Unternehmen den Auftrag, uns im Rahmen der Corporate Social Responsibility zu engagieren. Das Thema Bildung ist mit Blick auf den digitalen Wandel sehr wichtig. Zukünftig werden neben der Anforderung, vermehrt in Projekten zu arbeiten, auch beispielsweise Soft-Skills bei der Rekrutierung eine zunehmende Rolle spielen. In Workshops lernen die Studierenden, in Projektteams zu arbeiten und sich die genannten Soft-Skills anzueignen. Durch den starken Praxisbezug der Vorlesung gewinnen die Studierenden mit vielen Projektbeispielen einen Einblick, wie es im Unternehmensalltag aussieht.“ Von der zusätzlichen Verstärkung erhofft sich Franziska Völckner auch eine grundlegende Steigerung der Sichtbarkeit und Attraktivität des Wahlbereichs Messewirtschaft im Bachelorstudium. Christian Glasmacher ergänzt: „Köln ist ein ausgesprochen attraktiver Standort und zieht bereits viele sehr gute Studierende auf Bachelor- und Masterebene an. Mit der Juniorstiftungsprofessur haben wir einen wichtigen Baustein geschaffen, um junge Talente mit unserer Branche bekannt zu machen.“

Dr. Christian Glasmacher hält seit 11 Jahren Vorlesungen am Institut für Messewirtschaft.

Die Koelnmesse unterstützt Martin Paul Fritze in seiner Forschung, indem sie ihm wohl eins der größtmöglichen Labore der Welt zur Verfügung stellt – die Messe. Erste Gespräche für gemeinsame Projekte laufen bereits. „Das Motto des Instituts ist: ‚Innovation for Society‘. Durch die neue Professur wollen wir diesem Motto noch besser gerecht werden“, erläutert Franziska Völckner. Dass der praxisnahe Wissenstransfer des Instituts ankommt, zeigen regelmäßige Umfragen: „Sowohl die Vorlesung als auch die Übung wurden mehrfach exzellent beurteilt“, führt die Institutsleiterin an. In Zukunft möchte sie weiterhin auf die hohe Qualität der Kombination aus fachlicher und praktischer Ausbildung setzen – und sie weiter steigern: „Wir möchten die nächsten Jahre nutzen, um den Schwerpunkt Messewirtschaft in der Bachelorausbildung der Kölner WiSo-Fakultät weiter zu festigen und auszubauen.“

 

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