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Austausch gewünscht

Koelnmesse startet digitalen Campus incube8

Auf 540 Quadratmetern hat die Koelnmesse den digitalen Campus incube8 geschaffen – in direkter Nähe zum Messegelände.

Etablierte Unternehmen und Start-ups für gemeinsame Projekte an einen Tisch bringen – im digitalen Campus incube8 der Koelnmesse ist dieser Austausch bald möglich. Auf der 8. Etage des Messehochhauses 2 an der Deutz-Mülheimer-Straße in Köln-Deutz wurde dafür Platz geschaffen: Event- und Co-Workingfläche, Meetingräume und Büros stehen dort auf 540 Quadratmetern für den Austausch zwischen Old- und New-Economy zur Verfügung.

Das Angebot richtet sich an Aussteller sowie an junge Start-ups, vorrangig mit digitalen Geschäftsideen, die noch nicht die Hürde erster Finanzierungsrunden genommen haben. „Diese Start-ups stellen sich bei incube8 konkreten Fragestellungen, die Unternehmen in der heutigen Geschäftswelt zu bewältigen haben, um gemeinsam mit ihnen Lösungen zu erarbeiten“, erklärt David Oldfield, Projektleiter Digital Development im Bereich Unternehmensentwicklung. Dabei liegt der Fokus auf Digital- Start-ups aus den Bereichen Einrichten, Ernährung, Digital Media und Entertainment – den Kompetenzfeldern der Koelnmesse.

Pilotphase startet im September

Los geht es im September mit einer ersten Pilotphase, in der Start-ups mit Unternehmen aus der Einrichtungsbranche zusammengebracht werden. Auftakt ist ein Hackathon zum Digital Interior Day, anschließend arbeiten die Gründer gemeinsam mit den Unternehmen an ihren Ideen. Auf der imm cologne im Januar 2019 haben die Start-ups dann die Möglichkeit, ihre Konzepte vorzustellen und zu verproben. „In der Pilotphase wollen wir selbst Erfahrungen sammeln und lernen, was funktioniert und was vielleicht nicht“, erklärt David Oldfield. Voraussichtlich Anfang 2019 soll dann die erste offizielle Projektphase starten: In festgelegten Zeiträumen können bis zu fünf Projektpaare aus Start-up und etabliertem Unternehmen gemeinsam an einer konkreten Geschäftsidee oder Innovation arbeiten und werden dabei von internen und externen Mentoren unterstützt. Jeder Projektzyklus mündet in einer zur jeweiligen Branche passenden Messe, auf der die Start-ups ihre Geschäftsidee präsentieren und die Meinung der Branche einholen können. „Dieser direkte Zugang zum Markt macht das Programm einzigartig und unterscheidet incube8 von klassischen Inkubatoren“, betont David Oldfield.

David Oldfield, Projektleiter Digital Development, in den fast fertigen Räumlichkeiten von incube8.

Das richtige Matching

Künftig sollen sich Start-ups mit ihren Ideen und Geschäftsmodellen bei incube8 bewerben können. Auch die Unternehmen – in erster Linie Aussteller der Koelnmesse – können ihre Problemstellungen an die Koelnmesse herantragen. „Wir wählen geeignete Start-ups aus und matchen sie mit dem passenden Unternehmen. Uns ist wichtig, dass die Geschäftsidee oder das Produkt des Start-ups zur Fragestellung des Unternehmens passt, sodass beide Seiten etwas von der Zusammenarbeit haben“, so David Oldfield. In der gezielten Auswahl und dem Matching sieht David Oldfield den wesentlichen Mehrwert für teilnehmende Unternehmen. „Sie müssen

nicht selbst die große Menge an Start-ups durchforsten und bewerten, ob sie zur Fragestellung des Unternehmens passen. Das übernehmen wir“, erklärt er. Für diesen Service und die kontinuierliche Begleitung während der Projektphasen zahlen die etablierten Unternehmen künftig einen Teilnahmebeitrag. Neben den Büroräumen für die Start-ups entsteht in incube8 auch ein Coworking-Bereich mit 70 Arbeitsplätzen, der von allen Koelnmesse-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern genutzt werden kann. Auch für Events oder Meetings kann incube8 gebucht werden.

Austausch mit dem Cologne Game Haus

Bereits teilweise in das Messehochhaus 2 eingezogen ist das Cologne Game Haus. Auf den Etagen 4 und 7 arbeiten künftig ca. 20 Start-ups und kleine Unternehmen der Gaming Branche. „Das Cologne Game Haus und incube8 sind zwei voneinander unabhängige Projekte. Aber bereits in der Aufbauphase werden die vielen Möglichkeiten der Zusammenarbeit sichtbar. „Wir wollen möglichst viele Synergien nutzen“, kommentiert Oldfield. Die gesamte Koelnmesse wird von incube8 profitieren, bekräftigt David Oldfield: „Virtual oder Augmented Reality zeigen bereits, wie neue Technologien zunehmend das Messegeschäft beeinflussen. Durch die direkte Zusammenarbeit mit jungen Unternehmen werden wir auch für die Koelnmesse und das Messegeschäft viel lernen können.“

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