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Die gute Fee der Koelnmesse

Kaffee oder Tee? Maria Büsch kümmert sich bei der Koelnmesse um die Bewirtung bei Meetings und Konferenzen.

Maria Büsch sorgt dafür, dass unsere Mitarbeiter und Gäste bei Meetings gut versorgt sind.

Täglich 10.000 Schritte, verteilt auf 14 Stockwerke. Hinzu kommen etliche Kilo Kaffee, Teewasser, Kaffeetassen, Unterteller, Gebäck und sonstige Leckereien. Startschuss ist spätestens um 06:30 Uhr, ein Ende nie vor 15:30 Uhr in Sicht. Einen langweiligen Arbeitstag? Den hat Maria Büsch definitiv nicht.

Trotz all der Hektik und des Workout-ähnlichen Arbeitspensums hat sie stets ein Lächeln im Gesicht und ein offenes Ohr für ihre Kolleginnen und Kollegen. „Ich liebe meinen Job im Konferenzservice einfach. Bei der Koelnmesse ist immer was los, kein Tag ist wie der andere.“ Bei Maria Büsch sind mittlerweile über 5.000 Koelnmesse-Tage zusammengekommen, sie ist bereits seit 20 Jahren bei der Koelnmesse. Doch egal, ob 1998 oder 2018, Maria Büsch war und ist vor allem eines: die gute Fee der Koelnmesse. „Zusammen mit Tanja Teichrib vom Dienstleister Eurest kümmere ich mich um die interne Bewirtung. Das heißt: Braucht ein Mitarbeiter für ein Meeting eine entsprechende Bewirtung, sorgen wir dafür, dass alles pünktlich bereitsteht. Dafür müssen die Koelnmesse-Mitarbeiter ein Bewirtungs-Formular ausfüllen.“

Was für Außenstehende zunächst nach ein wenig Kaffee kochen und Geschirr eindecken klingt, ist in Wahrheit jedes Mal eine logistische und planerische Herausforderung: Im Durchschnitt haben Maria Büsch und Tanja Teichrib 16 Termine pro Tag, Buchungen starten bei einer Bewirtung von drei Personen. Solche kleineren Runden sind vor allem bei Vorstellungsgesprächen gefragt. Das Kapazitätsmaximum an einem Spitzentag ist bei 130 Personen erreicht. „Diese Größenordnung steht zum Glück nicht jeden Tag auf dem Programm“, sagt Maria Büsch und lacht.

An Spitzentagen bewirtet unser Konferenzservice bis zu 130 Personen.

Und Tanja Teichrib ergänzt: „Ohne Struktur und Organisation geht daher bei uns nichts.“ Das Motto der beiden: Keinen Weg umsonst gehen. Maria Büsch bleibt immer realistisch: „95 Prozent des Jobs sind planbar. Aber es sind genau die verbleibenden fünf Prozent, die uns ,ins Schleudern‘ bringen. Wenn ich nicht so strukturiert wäre, würde ich untergehen.“ Zusätzlich sind in ihrem Job auch Konsequenz und Durchsetzungsvermögen gefragt. „Jeder denkt natürlich nur an seine Sitzung. So kann es vorkommen, dass die Kollegen ihren Termin überziehen, ich allerdings schon für den nächsten Termin eindecken muss. Aber: Wenn ich dann in den Raum komme, wissen alle: Jetzt ist Schluss!“

Neben der Koordination der Kollegen und dem Meistern des Multitaskings hat Maria Büsch vor allem ein Talent: ihr famoses Gedächtnis. „In den 20 Jahren habe ich mir enorm viel Hintergrundwissen angeeignet. Ich weiß, wer lieber Tee als Kaffee trinkt und wo die Geschäftsführung am liebsten sitzt. Wer will lieber Cola, und wer ist allergisch gegen Haselnüsse? Solche Feinheiten merkt man sich im Laufe der Jahre.“ Doch nicht nur in Sachen Bewirtungspräferenzen ist auf Maria Büsch Verlass. „Es gibt immer jemanden, der zu mir kommt und sagt: ‚Ich hab’ da mal eine doofe Frage – Aber Sie können mir bestimmt weiterhelfen!’ Und ich muss sagen: In den meisten Fällen weiß ich tatsächlich die passende Antwort.“ „Du bist auch schon eine gefühlte Ewigkeit hier“, ergänzt Tanja Teichrib lachend.

Bei solch einer Zeitspanne fallen auch Veränderungen auf. „Früher war die Tagung des Aufsichtsrats das Highlight schlechthin. Da haben wir uns den ganzen Tag um nichts anderes gekümmert. Jetzt wäre das undenkbar. Wir haben täglich etliche Sitzungen und Meetings. Das Arbeitspensum der Koelnmesse insgesamt hat sich erhöht, es wird mehr getagt. Aber: Ich finde so bleibt es spannend!“ Wenn Maria Büsch über ihr persönliches Jobhighlight spricht, sieht man die Freude in ihren Augen. „Dankbare Worte sind das Schönste! Wenn ich einen vollen Sitzungssaal mit 60 Personen habe, die ganze Zeit hin und her laufe, dann ist ein ehrlich gemeintes ‚Dankeschön!’ der größte Lohn für mich und meine Kollegin.“

 

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