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gamescom goes Asia

Im nächsten Jahr feiert die gamescom asia in Singapur Premiere. Für die Koelnmesse ein großer Schritt – mit vielen Chancen.

Die gamescom – das weltweit größte Event für Computer- und Videospiele – ist ab Oktober 2020 auch in Südostasien vertreten.

Ob Sony, Google oder Facebook − im vergangenen Jahr waren Mathias Küpper und sein Team vor allem mit einem beschäftigt: den Markt abzuklopfen. „Wir sind durch Südostasien gereist, um herauszufinden, ob Interesse an einer gamescom in der Region besteht“, sagt Küpper, Managing Director der Koelnmesse-Tochtergesellschaft in Singapur. Die Antwort von Entwicklern, Verbänden und Medienvertretern vor Ort? Positiv.

Stattfinden wird die erste gamescom asia im Oktober 2020 in Singapur, denn der Standort erfüllt alle Voraussetzungen. So gibt es eine interessierte Regierung, die das Land als Standort für die Videospielbranche etablieren möchte. Einen Flughafen, der die Messe für regionale und internationale Besucher und Aussteller gut erreichbar macht. Und eine Tochtergesellschaft der Koelnmesse vor Ort − was die Organisation der Messe erheblich erleichtert.

Mathias Küpper, Managing Director Tochtergesellschaft Singapur

„Bei uns im Team sind sechs Kollegen mit der Planung, Organisation und Durchführung der gamescom asia beschäftigt“, sagt Küpper. Parallel betreuen die Kollegen auch andere Messen − unter den 34 Mitarbeitern ist die Aufgabenteilung nicht ganz so strikt. „Weil alle Kollegen bei uns mehrere Hüte aufhaben, ist Zeit ein knappes Gut. Umso wichtiger ist es, dass wir die Erfahrungen der gamescom-Kollegen aus Köln intensiv nutzen“, so Küpper.

Unterstützt werden sie von Katharina Gründig Figueiroa, Global Brand Managerin bei der Koelnmesse. „Ich bin die Brücke zwischen den Teams der gamescom in Köln und Singapur“, sagt Gründig. „Gemeinsam mit meinem Team manage ich den Wissenstransfer, biete Unterstützung und kontrolliere, dass alle zentralen Vorschriften wie etwa das Corporate Design eingehalten werden.“

Kulturelle Besonderheiten
Das ist wichtig, denn schon jetzt ist absehbar, dass sich die gamescom asia von der Leitmesse in Köln unterscheiden wird. „In Asien haben andere Marktplayer die Führung“, weiß Gründig. So sind etwa „Mobile Gaming“ und „Multiplayer Online Games“ in Asien sehr stark, während in Europa immer noch Konsolen wichtiger sind. Hinzu kommen kulturelle Unterschiede im geschäftlichen und persönlichen Umgang. All das gilt es, bei der Organisation der Messe zu berücksichtigen.

Katharina Gründig Figueiroa,
Global Brand Managerin

„Trotzdem übernehmen wir viele Komponenten der Leitmesse in Köln“, sagt Küpper. Eine davon: die Unterscheidung zwischen Business- und Entertainment Area, also den Bereichen für die Fach- und Privatbesucher. „Weil nur wenige Messen die Trennung so erfolgreich umsetzen wie die gamescom, schauen wir uns das dieses Jahr persönlich an“, berichtet Küpper. Dafür reisen er und sein Team im August von Singapur nach Köln. Das Ziel: gemeinsam mit den Kollegen zu überlegen, welche Komponenten sich in Asien wie umsetzen lassen.

„Für uns ist die gamescom asia eine große Chance“, glaubt Gründig. Denn mit der Messe stärkt die Koelnmesse ihre Kompetenz in der globalen Gaming-Branche und positioniert sich in einem stark digitalisierten Markt. Hinzu kommen neue Anknüpfungspunkte zu Ausstellern und Besuchern. „So entstehen Synergien und Potenziale, von denen alle profitieren. Sei es durch eine wachsende Ausstellerzahl oder exklusive Sonderschauen, in denen Trends aus der jeweils anderen Region präsentiert werden.“

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