Menschen » Koelnmesse-Fahrradfahrer im…

Koelnmesse-Fahrradfahrer im Interview

Kommunikationsmanager Björn Remmel steigt auf seinem Arbeitsweg täglich in den Zug und aufs Fahrrad. So ist der „Kombinationsfahrer“ beim Pendeln möglichst flexibel.

 

Für seinen Arbeitsweg setzt Björn Remmel auf einen Mix aus Fahrrad und Bahn.

Herr Remmel, war der Zug heute pünktlich und ausreichend Platz für Ihr Fahrrad?

Remmel: Ja und Nein. Das ist abhängig von der Hin- oder der Rückfahrt. Morgens ist immer genug Platz für mein Fahrrad und abends muss ich mich schon mal bemerkbar machen und „Platz schaffen”. Ich komme mit der RB 25 aus Honrath und das bereits seit über sechs Jahren. Bei der Pünktlichkeit bekleckert sich die Bahn auch auf meiner Strecke nicht mit Ruhm. Aber ich habe mich daran gewöhnt und reagiere lieber flexibel auf die Situation. Fällt ein Zug aus, fahre ich kurzentschlossen die gesamte Strecke über 24 Kilometer mit dem Fahrrad.

Wie lange benötigen Sie dafür?

Remmel: Die Strecke von der Haustür bis zum Fahrradparkplatz im Parkhaus Messehochhaus schaffe ich mit Bahn und Fahrrad in rund 40 Minuten, die gesamte Strecke mit dem Fahrrad in fast 70 Minuten. Das war dann mein Sportprogramm für den Tag (lacht). Glücklicherweise ist die Strecke angenehm zu fahren und ohne nennenswerte Steigungen – außer das Stück vom Bahnhof nach Hause. Aber diese drei Kilometer muss ich immer bergauf mit dem Fahrrad fahren, egal ob die Bahn nun kommt oder nicht.

Das Fahrrad sieht jetzt nicht so leicht aus. Ist das für das Pendeln in Kombination mit der Bahn geeignet?

Remmel: Mein Fahrrad wiegt etwa 13 Kilo. Schwere Fahrräder trainieren einen besser (lacht). Es gibt definitiv leichtere Fahrräder, aber das kurze Heben des Rades beim Ein- und Aussteigen ist für mich kein Problem. Außerdem rollt es hervorragend – wenn ich denn einmal die Geschwindigkeit habe. Unangenehm ist die Situation am Deutzer Bahnhof. Ich habe letztens gelesen, dass wir von der Koelnmesse an einer Studie zur Barrierefreiheit des Bahnhofs mitarbeiten. Das finde ich klasse. Da fehlen wirklich die Fahrstühle. Es ist für viele sicher kein Vergnügen, das Rad oder einen Kinderwagen die lange Treppe runter zu schleppen.

Ist ein E-Bike für Sie eine Option?

Remmel: Nein, noch nicht – ich kämpfe mich gerne die Berge selber hoch, so lange ich das kann – auch wenn dann ältere Damen und Herren an mir vorbeiziehen!

Welche Rahmenbedingungen sind für Sie als Fahrradfahrer wichtig?

Remmel: Wichtig war mir immer, dass es überdachte Abstellplätze gibt, wo ich mein Fahrrad auch mal über Nacht gut und einigermaßen sicher abschließen kann. Das ist beispielsweise nötig, wenn es wie aus Kübeln regnet und ich mein Regenzeug nicht dabeihabe. Und genau das wird uns bei der Koelnmesse geboten! Über den Ausbau der Fahrradständer habe ich mich echt gefreut.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.