90 Jahre Kölner Messen

Ein Mahnmal gegen das Vergessen

Koelnmesse setzt Mahnmal Messelager in Stand

Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung Koelnmesse GmbH, Dr. Werner Jung, Kölner Historiker und Direktor des NS- Dokumentationszentrums, Dr. Michael Rado, Vorstandsmitglied der Synagogengemeinde Köln

Ausstellungsstände im Stadtgebiet, Führungen für Kölner Bürger über das Messegelände oder die Restauration einer Statue aus der Fassade der ersten Messehalle: In ihrem 2014 hat die Koelnmesse auf vielfältige Weise die Geschichte von 90 Jahren Messen in die Öffentlichkeit getragen. Neben positiven Entwicklungen gab es auch ein sehr ernstes Kapitel, denn die Schrecken der Nazi-Zeit gingen an der Messe nicht vorüber.

Die bunten 70er-Jahre

Impressionen der imm cologne und photokina aus den 70er-Jahren

Rot und rund: Präsentation von Kamera-Innovationen auf der photokinaOb Saturday Night Fever, Schlaghosen oder die Rocky Horror Picture Show – die 70er-Jahre waren vor allem eines: bunt. Das zeigte sich auch auf den Kölner Messen dieser Zeit. Nicht nur die Produkte, sondern auch die Messestände selbst präsentierten sich am liebsten in kräftigen Farben.  Auf der imm cologne gab es 1970 zum Beispiel die futuristisch anmutende und ganz in orange gehaltene „Küche der Zukunft“

Wirtschaftswunderjahre: 1954 – 1963

Bilder aus 90 Jahren (4): Das Messegelände in der vierten Dekade wächst auf 100.000 Quadratmeter an. Neue Veranstaltungen entstehen.

In den 50er Jahren werden Messen für Fachbesucher und Endverbraucher beliebte Events.

Das beachtliche Wirtschaftswachstum der Jahre nach Krieg und Währungsreform beschert der Koelnmesse gute Jahre: Das Gelände wird um die Hallen 4 und 8 erweitert, bis 1956 ist die vor dem Krieg bestehende Ausstellungsfläche von 66.000 m² wieder erreicht. Die Konzentration auf Fachmessen erweist sich als richtige Strategie, viele von ihnen werden internationale Leitmessen der jeweiligen Branchen.

Wiederaufbau: 1944 – 1953

Bilder aus 90 Jahren (3): In der dritten Dekade erfolgt der Wiederaufbau. Die Nachkriegszeit wird zur Geburtstunde großer Fachmessen.

WiederaufbauNach der weitreichenden Zerstörung des Messegeländes im Krieg wird das Messegelände instandgesetzt. Schon 1947 sind Hallen mit etwa 10.000 m² Ausstellungsfläche nutzbar. 1950 wird das Jahr des Aufbruchs: Die Wiederaufbauarbeiten werden beendet und es stehen wieder 52.000 m² Hallenfläche zur Verfügung. Das Jahr bringt aber noch zwei weitere Neuerungen: